Den Hund BARFen | Was du darüber wissen solltest

8.3.2020
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Ernährung

Das so genannte BARFen kommt ursprünglich aus Amerika. Die eingedeutschte Übersetzung lautet „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Diese Rohfleischfütterung hat Vor- wie auch Nachteile.

Eine typische BARF-Mahlzeit für deinen Hund setzt sich aus rohem Fleisch, ungekochtem Obst und Gemüse sowie Getreide zusammen. Manchmal sind auch Knochen enthalten.

Wichtig ist, dass im Napf alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind und dein Hund alle essentiellen Fette, Öle und Mineralien erhält.

Gerade Halter von Allergiker-Hunden entscheiden sich gerne für diese Form der Ernährung, da das Futter individuell zusammengestellt werden und an den Nährstoffbedarf angepasst werden kann.

Hierbei kann jede erdenkliche Fleisch-, Kohlenhydrat- und Gemüsequelle genutzt werden.

Worauf du achten solltest

Doch Vorsicht, BARFen kann gefährlich werden! Sehr häufig gelingt es den Besitzern nicht, bedarfsgerechte Mahlzeit zu erstellen und es ist wirklich schwierig die Nährstoffe optimal zusammenzufügen. So kommt es häufig zu Über- oder Unterversorgungen, die wirklich erhebliche Folgen für deinen Liebling haben können!

Es gibt Publikationen, dass es in fast allen BARF-Rezepturen zu Über- oder Unterdosierungen der Nährstoffe kommt. Der häufigste Bemessungsfehler betrifft die Komponenten Calcium, Kupfer, Zink, Jod, Vitamin A und D. Besonders bei Welpen und Junghunden können diese Ernährungsfehler die Wachstumsperiode stören und Schäden im Bewegungsapparat hervorrufen.

Wenn du trotz der Risiken nicht auf individuelles Futter verzichten möchtest, bekommst du von der Nahrungsmittelindustrie immer mehr Möglichkeiten geboten, dein Hundefutter individuell und mit den richtigen Nährstoffanteilen zusammenstellen zu können.

Eine weite Problematik der BARF-Methode ist die Infektionsgefahr.

Auch wenn dein Hund einen wesentlich robusteren Verdauungstrakt hat als wir Menschen, ist eine Übertragung von Viren, Bakterien und Parasiten über das rohe Fleisch nicht ausgeschlossen.

Das BARFen deines Hundes kann also Vor- als auch Nachtteile haben. Wer sich für diese Methode entscheidet, braucht ein erhebliches Wissen, um seinen Hund bedarfsgerecht versorgen zu können. Weitere Folgen von Über- und Unterversorgung findest du hier.

6 Mythen zur BARF-Methode

1. Durch das BARFen werden Muskulatur und Knochen besonders gestärkt.

Diese Aussage ist an sich richtig, jedoch verfügt heutzutage auch jedes qualitativ hochwertige Hundefutter über wertvolle Proteine und Mineralstoffe. Mit dem Vorteil der abgestimmten Menge der Stoffe, ist eine Über- und Unterversorgung bei Hundefutter komplett ausgeschlossen.

2. Die abgesetzte Kotmenge verringert sich, da die Nährstoffe besser verwertet werden können.

Die Kotmenge gibt absolut keine Auskunft über die Qualität der Verdauung. In gesundem Maß ist sogar das Gegenteil richtig: Eine gesunde Verdauung entsteht durch Darmbewegung, für die wiederum etwas mehr verdaute Speisereste benötigt werden.

3. Hundefutter quillt im Magen auf, so dass es zu Magendrehungen kommen kann. Da rohes Fleisch ein geringeres Volumen im Magen einnimmt, ist das Risiko geringer.

Heutzutage quillt hochwertiges, gesundes Hundefutter fast gar nicht mehr auf. Häufig kam es sogar bei Hunden mit leerem Magen im Schlaf zu Magendrehungen. Allerdings gibt es auch Theorien, dass häufige und starke Dehnungen des Magens Magendrehungen begünstigen. Eine nachgewiesene Ursache zu dieser Thematik gibt es allerdings noch nicht.

Wenn du starke Dehnungen im Magen deines Hundes vermeiden willst, füttere einfach mehrmals täglich kleine Portionen.

4. Das zugesetzte Fett und Öl sorgt für glänzendes Fell.

Das ist wahr, beim BARFen werden wertvolle Fette und Öle verabreicht, die ein gesundes Fell unterstützen. Wenn du zu hochwertigem Futter greifst, bei dem die Nährstoffe auf die Bedürfnisse deines Hundes angepasst sind, hast du den gleichen Effekt.

5. Bei der Hundefutterzubereitung gehen alle wichtigen Vitamine verloren.

Hundefutter wird bei der Herstellung kurz gegart. Dieser Vorgang vernichtet nur eine geringe Menge an Vitaminen, der Verlust wird allerdings bei der Rezepturerstellung mit einberechnet und ausgeglichen.

6. Wölfe, als Vorgänger des Hundes, fressen auch rohes Fleisch.

An sich ist diese Aussage natürlich auch richtig, du solltest aber nicht vergessen, dass zwischen unseren Haushunden und dem Wolf ca. 20.000 Jahre Entwicklungszeitraum liegen. Sie sind also verwandt, aber dennoch nicht zu vergleichen.

Außerdem fraßen auch Wölfe den Mageninhalt ihrer Beute, der zum größten Teil aus pflanzlichen Inhalten bestand.  

 

Falls du dich für die BARF-Methode entscheiden solltest, tue dies auf keinen Fall leichtfertig! Um deinen Hund nicht krank zu füttern, solltest du dich intensiv mit dem Thema befassen und von einem Experten beraten lassen, da es sonst verehrenden Folgen für deinen Hund haben kann!

Wer sichergehen möchte, sollte zu Futter greifen, das ebenfalls den individuellen Bedürfnissen seines Hundes angepasst ist. Hier sind definitiv alle Nährstoffe exakt berechnet, so dass jeder Hund die richtige Menge zu sich nimmt.

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