Proteine für den Hund

20.4.2020
·
Ernährung

Entgegen vieler Annahmen braucht jeder Hund eine gewisse Menge an Proteinen, nicht nur die besonders sportlichen Exemplare. Ein Proteinmangel kann zu schweren gesundheitlichen Schäden und Problemen führen.

Was sind Proteine?

Hierbei handelt es sich um einen essenziellen Nährstoff. Dein Hund benötigt Proteine zum Auf- und Umbau von Hormonen und Enzymen. Für Muskeln, Organe und Knochen sowie auch für Blut, Haut und Fell.

Aufgenommen werden diese durch Eiweiße in der Nahrung, anschließend zersetzt das Enzym „Trypsin“ die aufgenommenen Eiweiße in einzelne Aminosäuren, die anschließend in den Blutkreislauf zur Leber transportiert werden, wo sie in körpereigene Aminosäuren umgewandelt und zu den Zielorten im Körper transportiert werden.

Proteine, die nicht vom Körper hergestellt werden können, müssen über die Nahrung aufgenommen werden, es handelt sich um die essenziellen Aminosäuren. Bei Hundefutter ist nicht die Menge, sondern die Qualität der Proteine entscheiden.

Die Aminosäuren:

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Sollten in jedem guten Futter enthalten sein.

Proteinquellen

Hunde gehören zu den Carni-omnivoren und können ihre Proteine sowohl durch tierische Quellen, Fleisch, als auch durch pflanzliche Quellen aufnehmen und verarbeiten. Entscheidend ist in erster Linie die Qualität der Proteinquelle. Trotzdem sollte die Proteinquelle bewusst gefehlt werden, um Unverträglichkeiten zu vermeiden.

Proteinanteil. Und Bedarf

Wieviel Protein ein Hund benötigt, hängt von individuellen Faktoren wie Größe, Rasse, Alter und der tägl. Bewegung ab. Hunde mit bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Nierenproblemen, benötigen deutlich weniger. Wichtig ist, dass die tägl. Proteinzufuhr den Bedarf deines Hundes weder über- noch unterschreitet, denn über- und Unterversorgungen können zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.

Der Minimalbedarf bei ausgewachsenen Hunden beträgt 2 – 6 g Eiweiß pro KG Körpergewicht. Junge, wachsende Hunde sowie trächtige Hündinnen benötigen einen höheren Anteil.

Eine Unterversorgung oder qualitativ minderwertige Proteinquellen beeinträchtigen das Immunsystem und den Stoffwechsel deines Hundes, was sich häufig durch stumpfes Fell, Hautreizungen, Durchfall oder Trägheit bemerkbar macht.

Eine Überversorgung kann unter anderem zu Organ- und Skelettschädigungen führen.

Der Rohproteinanteil in deinem Hundefutter sollte nicht über 25% liegen.

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